Da gibt es einen seltsamen Ort in mir, dort, wo das Wort Selbst etwas aufzeigen will. Jener Ort der Stille und Ruhe, wo ich mit mir bin und Ausschau halte nach dem Selbst. Ein Ort tief im Herzen, der frei ist von Banden an die Außenwelt, ein Ort, an dem Alleinsein sich richtig anfühlt, keine Erwartungen sind dort aktiv, andere Menschen sind zwar in der Erinnerung oder in Gedanken durchaus präsent, jedoch haben sie keinen Einfluss. Jener Ort, an dem…
Ich bin für eine kurze Zeit wieder in Europa, und ich sehe eine Geschäftigkeit, eine Energie des ständigen Tuns. Arbeiten, Diskutieren, Aufräumen, Besorgungen machen, Verpflichtungen nachgehen, Organisieren, Optimieren, Darstellen, Hinterfragen, Austauschen. Ständig wird etwas getan. Etwas zu tun scheint wichtig zu sein, nichts zu tun scheint unproduktiv und bedarf einer Rechtfertigung. Nicht produktiv zu sein hat aber viele wichtige Qualitäten, so ist Nicht-Handeln manchmal eine Form des Widerstands, oder die stille Einkehr kann als innere Arbeit verstanden werden, eine Arbeit,…
Bewegung statt Verwurzelung Ich fragte mich neulich, ob ich eigentlich wirklich geerdet sein möchte. Bin ich ein Baum, der seine Wurzeln in die Erde schlägt und sich nicht bewegt, sondern wächst in der Umgebung, in der der Samen einst spross? Oder möchte ich gar ein Fels in der Brandung sein, der sich umspülen lässt vom Wasser, über Jahrtausende etwas nachgibt und sich im Sand verliert?Meine Vorstellung von menschlicher Existenz ist eigentlich eine andere, eher die der Bewegung, des Erkundens und…
Spiel – Fehltritt Im Westen dachte ich früher, dass Spielen mit Spielen im Sinne von Games zu tun hat und Games mit Regeln. Ein Spiel zu spielen bedeutet, in einen Raum einzutreten, der durch Regeln eingeschränkt ist, und der Spieler kann innerhalb dieser Parameter Strategien entwickeln, um gemäß den Regeln zu handeln, mit dem Ziel zu gewinnen. Es gibt die größere Spieltheorie, die auf die Soziologie und andere Felder angewendet wurde, und es gibt Computersimulationen, die Hypothesen auf der Grundlage…
Es ist Vollmond in Indien. Zeit für Selbstreflexion, Meditation und innere Einkehr. Ich habe eigentlich noch nie wirklich über den Tod nachgedacht. Er war für mich immer eine Grenze, das, was unsere Existenz negativ definiert. Die Endlichkeit wirft uns auf uns selbst zurück, so dachte ich. Ich stimmte hier ein wenig mit Heidegger überein. Etwas jenseits des Todes zu denken, schien mir immer willkürlich, naiv, romantisch, eskapistisch und leichtgläubig… Nur in der existenziellen Reflexion schien er mir sinnvoll. Die Toten…
Gestern habe ich während einer Paneldiskussion auf der India Art Fair jemanden Platon zitieren hören. Sie sagte, Platon sagte, Kunst sei die Reflexion der Reflexion des Realen. Ob das in dieser Verkürzung so stimmt, sei mal dahingestellt. Es ist ein interessanter Gedanke. Was ist das Reale, was eine Reflexion, was Kunst? Für Platon gibt es ja die Welt der Ideen, die Welt der Schatten, die der Unwissende in der Höhle als wahr wahrnimmt, und den Philosophen, der ihn da herausführen…
Ich bin fasziniert von der Synchronitaeten hier in Auroville. Die gedanklichen, geistigen, spirituelle, physischen und emotionalen Raeume die sich hier verschraenken tun dies oft ueber mehrere Tage scheinbar unbeschwerlich, intuitiv, leicht. Ich war erschoepft. Ein Freund hatte seinen Koerper verlassen, wie man hier sagt. Die Community hatte ueber einen Monat Unterstuetzung geleistet, viele sind zusammengewachsen. Im kleinen Kreis wurde die Totenzeremonie Karumadhi gehalten, eine bestimmte Art von Puja am 16ten Tag, wenn die Seele diese Welt verlaesst. Seit einigen Wochen…
In meiner Jugend verlor ich mich im Skeptizismus und der rein empirischen Wissenschaft. Doch nun eröffnet mir Aurobindo’s Text neue Perspektiven über die Wahrnehmung und Illusion in der Philosophie. Erfahre mehr über diese Wendung. #Philosophie #Wahrnehmung