Kategorie: Indische Philosophie und Praxis

Texte zu Upanischaden, Meditation, Yoga, Mantras, Brahman, Aurobindo und spiritueller Praxis in Indien.

Der Genießer

Ich bin für eine kurze Zeit wieder in Europa, und ich sehe eine Geschäftigkeit, eine Energie des ständigen Tuns. Arbeiten, Diskutieren, Aufräumen, Besorgungen machen, Verpflichtungen nachgehen, Organisieren, Optimieren, Darstellen, Hinterfragen, Austauschen. Ständig wird etwas getan. Etwas zu tun scheint wichtig zu sein, nichts zu tun scheint unproduktiv und bedarf einer Rechtfertigung. Nicht produktiv zu sein hat aber viele wichtige Qualitäten, so ist Nicht-Handeln manchmal eine Form des Widerstands, oder die stille Einkehr kann als innere Arbeit verstanden werden, eine Arbeit,…

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Koan – Becoming

Ich denke nach über Deleuze, die Bewegung des Werdens (becoming). Um den Klang des Baches auszulöschen, muss ich der Klang werden; um in den Bach einzutreten, werde ich Teil von ihm. Wenn ich im Wald verweile, nehme ich teil an der Stille und dem Zwitschern, dem Rauschen der Blätter. Ich werde eins mit der Natur. Jene Vorstellung der Romantik – das Einssein mit der Natur, mit einem geliebten Menschen, mit dem Kosmos, mit Gott – erzeugt Seligkeit, Wonne, Bliss, Ananda.…

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Koan

Ein Koan also. Ich hörte schon oft davon, jene mysteriösen Rätsel des Zen, die den Geist herausführen aus dem rein Rationalen und neue Formen der Einsicht eröffnen sollen. Ich beschloss, nicht viel darüber zu lesen und auch nicht andere danach zu fragen. Ich wollte eins von einem Zen-Meister bekommen. Während Doksan fragte er mich ein paar Dinge über mich. Wir schlossen die Augen, er lächelte und sagte, ich solle mir einen Wald vorstellen, in dem ein kleiner Bach fließt. Wenn…

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Bodhi ZendoBodhi Zendo — Zen-Meditation, Stille und Übung in SüdindienBodhi Zendo

Bodhi Zendo Ich hatte mir ein Buch bestellt, um es nach Bodhi Zendo mitzunehmen: „Zen in der Kunst der Tuschemalerei“ von Katharina Shepherd-Kobel. Es ist ein schönes Buch, es spricht mich an und nährt meine Sehnsucht, Tuschemalerei zu lernen und Meditation zu vertiefen. Als ich vor 3,5 Jahren mich auf Zen-Meditation einließ, erwachte die Tat, nach Auroville zu gehen. Die Meditation in Bremen war streng, wir folgten den Regeln, halboffene Augen auf einen Punkt gerichtet, rezitierten Sutras, hatten Gehmeditationen, Teezeremonien,…

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Sacred Energy

Das ist Tantra. Das ist göttlich. Die entscheidende Frage ist, ob eine solche heilige Begegnung nur in der romantischen Liebe möglich ist, wie es die Tradition und die Romantik suggerieren – oder ob sie entstehen kann, wenn wir unser Wesen vollständig öffnen, jenseits von Verstand und Vernunft, jenseits von Ego, Wunsch oder Verpflichtung. Ich glaube, das kann sie. Aber es hat nichts mit dem Höhepunkt als Ziel zu tun. Es geht um Intimität. Sie kann so einfach sein wie eine…

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Yantras: Sacred Geometry in Nature, Body and Machines

The spider brings forth its own web. This image from the Upanishad invites deep meditation on how nature brings out a thread that it forms into a complex symmetry. Looking at the spider, the thread, and the web—its function and the source of the complex pattern—we have an image that invites deep speculation about mantra, tantra, and yantra, about art and knowledge, about creation and information. The 5th lecture explores art and scientific visualizations of sacred symmetry in a field…

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Who is seeing when seeing

Auro Art World organized a series of 6 lectures at the Centre d’Art multimedia room in Auroville. These lectures, conducted by Dr. Christoph Kluetsch, explore connections between art, philosophy, and spirituality, bridging Eastern and Western traditions to illuminate the enduring questions of existence, consciousness, and creativity. The series is offered on the first Tuesday of every month. Fourth lecture – Tuesday 7th January 2025 at 5pm Who in our consciousness experiences sensations? How are sensations synthesized? How do matter, vibration, consciousness, and self connect? And how can we share sensations…

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1st lecture: Apples and Mangoes

The snake in paradise seduced Eve to eat a fruit from the forbidden tree of knowledge that holds the distinction between good and evil. Why was the tree of knowledge a forbidden tree? Why did the snake seduce Eve? What did the fruit taste like? When I asked myself why I want to talk about this, I felt like Eve standing in front of the tree, talking to a snake who attempts to seduce me to eat the fruit. Do…

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