Kategorie: Orte und Reisen

Reise- und Ortserfahrungen aus Indien, Tamil Nadu, Tempeln, Wegen, Landschaften und konkreten Begegnungsräumen.

Pondycherry

Die Ordnung der Dinge

Auf der Ladefläche eines kleinen Transporters stehend, bin ich die letzten Tage durch Auroville gefahren, um verschiedene Dinge für den Pottersmarket einzusammeln. Diese kleinen Transporter sind die großen Brüder der Tuk Tuks. Manchmal sieht man auf ihnen sechs oder sieben Dutzend Menschen stehen, wenn wieder mal eines großen Festivals ansteht. Es ist ein beliebtes Transportmittel für die Menschen in den Dörfern, wenn sie gemeinsam lange Strecken reisen, um den Göttern nahe zu sein. Es ist verwunderlich, wie sicher sich das…

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Adishakti Auroville

CADALFEST at Adishakti

Das CADALfest fand vom 16. bis 20. Dezember 2022 in Adishakti statt. Ich hatte nicht geplant, dorthin zu gehen, aber ich war sehr überrascht von den vier Tagen mit Round-table Diskussionen, Gedicht- und Filmvorführungen, Konzerten und Theateraufführungen einer faszinierenden Gruppe von Künstlern, Aktivisten und Akademikern. Ich habe mir ein bisschen was rausgepickt und bin am Samstag zum „Adivasi Round Table discussion with Vandna Tete, Ganga Sahay Meena, Seral Murmu & Ashwini Kumar Pankaj, moderated by Gopika Jadeja“ followed by the…

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Tiruvannamalai

Shiva Tiruvannamalei Deepam

Gestern bin ich etwas in meinem Geiste gefolgt, das ich schwer beschreiben kann. Alltagssprachlich würde ich vielleicht sagen, ich bin meiner Intuition gefolgt. Es ist aber etwas komplexer. Ich bin wieder nach Tiruvannamalai gefahren. Es war der letzte Tag des Karthigai Deepam Brahmotsavam Festivals. Am 6. Dezember 2022 also wurde ein Feuer auf diesem Berg erzeugt, wie schon seit 2500 Jahren. Es gibt dazu natürlich eine Geschichte aus der Vorzeit. Brahman, das universale Selbst, hat sich in Brahma (Schöpfer), Vishnu…

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Morgen

Schlafen

Gestern bin ich eingeschlafen, mit der Erwartung früh aufzustehen und zu meditieren. Ich stellte den Wecker auf 6 Uhr. Am Abend erzählt mir eine französische Yogalehrerin und Bergführerin von den frühen Morgenstunden in Indien, dass sie die besten seien für die Meditation – dass sie gut für Ryas sein wusste ich ja schon. Sie erzählte auch von den morgendlichen Gesängen in den Städten, ich erinnerte mich an die Mantragesänge in den Tempeln. Ich wachte um 5:30 Uhr auf, Tempelgesänge waren…

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Mantras

Mir fehlen noch die Worte. Die letzten Tage waren geprägt von Gedanken zu den Vedischen Schriften. Eine Weggefährtin aus einem anderen Leben nahm mich mit zu Nishtha Muller, einem Aurovillianer, der sein Leben den Vedischen Schriften gewidmet hat. Fast 2 Stunden erzählte er uns in seiner sehr bescheidenen Unterkunft im Wald, den er selbst gepflanzt hat, über Sanskrit, seine Wurzeln, Grammatik, Aussprache, die tiefe spirituelle Kraft der Mantras, die Kulturgeschichte und historische Dimension. Am stärksten sind bei mir seine Ausführungen…

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Tempel Kühe

Tempelbau

Ich habe neulich einen jungen Inder hier kennengelernt. Er kommt aus Delhi und für ihn ist Südindien auch eine fremde Welt, wenn auch nicht so fremd wie für mich. Er spricht kein Tamil und ist in seiner Spiritualität auch etwas abgeklärter oder aufgeklärter, wie man vielleicht sagen würde. Ich traf ihn auf der Straße wieder und wir sind zu der Nachmittagsschule Thamarai am Rand von Auroville gefahren, die ein Nachmittagsprogramm in einem Dorf anbietet, das viele soziale Spannungen in sich…

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Packen

Was soll ich nach Indien mitnehmen? Ich möchte ein anderes Leben leben, in einer anderen Gesellschaft, mit anderen Vorstellungen und Zielen. Es ist warm dort, das Leben wird einfach sein. Außer den Basics wie ein paar Kleidungsstücken brauche ich meine technischen Geräte wie Laptop, Handy, Kamera. Und sonst? Eine gute Taschenlampe, denn die Feldwege dort sind nicht beleuchtet. Und Bücher… Es wird auch dort eine Reihe von Bibliotheken geben. Zum ‚Vergnügen‘ habe ich ja seit sehr langer Zeit nicht mehr…

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Begegnung

Seit einiger Zeit warte ich. Eigentlich warte ich gerne. Warten ist ein Raum und eine Zeit, in der es nichts anderes zu tun gibt, als darauf zu warten, dass die Zeit vergeht. In der Regel kann man nicht viel anderes machen außer lesen oder sich unterhalten, oder nachdenken. Wartezeiten sind für mich daher immer Freiräume. Am liebsten warte ich z. B. in Bürgerzentren, hier sind alle Menschen gleich. Gemeinsam mit anderen bin ich in einem Raum, in dem es nichts…

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