Kategorie: Indische Philosophie und Praxis

Texte zu Upanischaden, Meditation, Yoga, Mantras, Brahman, Aurobindo und spiritueller Praxis in Indien.

Strom des Lebens

Langsam und in großen Intervallen lese ich immer wieder Sri Aurobindo. Warum nicht viel und schnell, alles aufsaugen und endlich Ordnung in meine Gedankenwelt bringen, die ausbrechen möchte aus den Folgen eines rationalen Monotheismus? Warum gebe ich meinem Intellekt nicht die Freiheit, Konzentration, Ruhe und Kraft, sich auf eines der größten Abenteuer des Lebens einzulassen? Als Student bin ich einmal sehr naiv im Rhein schwimmen gegangen, irgendwo vor Basel, wo das Wasser klar und kalt, schnell und breit grüne Berglandschaften…

Weiterlesen

Shavasana

Ich bin fasziniert von der Synchronitaeten hier in Auroville. Die gedanklichen, gesitigen, spirituelle, physischen und emotionalen Raeume die sich hier verschraeneken tun dies oft ueber mehrere Tage scheinbar unbeschwehrlich, intuitiv, leicht. Ich war erschoepft. Ein Freund hatte seinen Koerper verlassen, wie man hier sagt. Die Community hatte ueber einen Monat Unterstuetzung geleistet, viele sind zusammengewachsen. Im kleinen Kreis wurde die Totenzeremonie Karumadhi gehalten, eine bestimmte Art von Puja am 16ten Tag, wenn die Seele diese Welt verlaesst. Seit einigen Wochen…

Weiterlesen

Gedächtnis

In Indien werden seit 3000 Jahren die Bücher der Vedas im Gedächtnis behalten. Der Rigveda (10,552 Verse), Samaveda (1549 Verse), Yajurveda (4001 Verse) und Atharvaveda (5977 Verse) sowie die Upanischaden (ca. 1800 Verse) werden von Generation zu Generation weitergegeben. Die Grammatik des Sanskrit hat sich nicht wesentlich verändert und die Aussprache ist durch exakte phonetische Beschreibung genauestens überliefert. So klingen diese Texte heute genauso wie vor 3000 Jahren. Sie sind in Form von Mantras geschrieben, d. h. in Versform und…

Weiterlesen
Kuh Auroville

Intermiscence – Kena Upanischad

Gerade komme ich von einer Andachtsmeditation zurück. Es ist der Jahrestag von Sri Aurobindo. Er hat vor 72 Jahren seinen Körper verlassen, wie man hier sagt. Ich habe die letzten Tage viel über seine Kommentare der Kena Upanischad nachgedacht und gesprochen. Ich stieß da auf das Wort ‚intermiscence‘. Es wird fast nur von Aurobindo verwendet. Ich fragte alle Menschen, die ich traf, was das Wort heißt. Ein Freund hier fand als eine Übersetzung ins Deutsch ‚ineinanderfließen‘ (es beschreibt im Deutschen…

Weiterlesen