I love complexity, but sometimes also radical simplification – to get some clarity. For example, the history of ideas in visual art. In Europe, after the great migration period, art history can be sketched woodcut-style as a history of ideas: In medieval art, stories were told visually – mainly the stories from the Bible. Most people couldn't read, let alone Latin or Greek. The wood panel painting of the altars is therefore a kind of comic strip, and just as free in its spatial...
In der Kena Upanischade wird beschrieben, wie das Selbst als solches nicht existiert. Wer sieht im Sehen, wer hört im Hören? Dies ist nicht beantwortbar. In der christlichen Tradition ist hierzu ein Selbst konstruiert worden. Ich sehe, ich höre, cogito ergo sum, imago ergo sum…. Was soll das sein, dieses cogito (Ich denke), das imago (ich stelle mir vor)? Jenes Ich, das Identität stiftet, Verantwortung besitzt, handelt und interagiert. Dass sich das Denken, wenn es sich seiner bewusst ist, einen…
Many communities around me are currently experiencing a stress test. The term "midlife crisis" often comes up. I find it a silly word because it suggests that life, individual life, is in crisis. This perspective disturbs me. Why should life have a crisis? It seems more like communities are being called into question. A break-out, a desire for freedom, self-fulfillment, wanting to catch up on something. This idea also disturbs me. Was the past wrong? That would be a concerning notion. How...
Heute habe ich ein Zitat von Sri Aurobindo gehört. Er sagte sinngemäß, dass jeder von uns mehrere Ichs hat. Das war mir klar. Seit Jahrzehnten ist das meine Erfahrung, dass die unterschiedlichen Aspekte einer Persönlichkeit viele sind und die Vorstellung einer subjektiven Identität eine Konstruktion ist. Ich sah die Konstruktionsprinzipien immer als ideologisch an, die der Logik von Reisepässen, individueller Verantwortung und Rechtsprechung, aber auch von Schuld und Sühne, der Idee einer Seele im christlichen Kontext etc. dient. Meine Reaktion…
Vor einiger Zeit sprach ich mit einer Freundin darüber, dass ich von vielen Ideen Abschied nehme. Ich erzählte ihr, dass ich – ganz unwissenschaftlich – meine Erinnerungen besuche und darüber nachdenke, warum ich bestimmte Ideen nicht mehr interessant finde, dass dies oft Ideen sind, mit denen ich mich in meinem Studium auseinandergesetzt habe. Große Ideen! Von Kant und Hegel etc. Sie war ganz angetan, von meiner Erzählung und fragte, ob ich dies aufschreibe. Ich sagte: Warum? Ich nehme ja Abschied.…