Schicksal, Karma, Kausalität, Naturgesetze, Determinismus – all dies sind verschiedene Ausdrücke einer Vorstellung, dass das Universum einer vorhersehbaren Logik folgt. Sie implizieren, dass das Geschehene folgerichtig aus dem Vorausgegangenen entstanden ist und dass das Jetzt ebenso durch das Vorherige bestimmt ist. Diese Logik halten wir für vernünftig und rational, logisch richtig. Wenn wir jedoch annehmen, […]
Wenn der rationale Geist durch die Welten des Wissens streift, die Bibliothek durchwühlt oder nach den kausalen Gesetzen des Universums sucht, ist das eine akribische Arbeit des Aufbaus von Wissenssystemen. Diese Systeme haben zunächst wenig mit der Erfahrungswelt oder gar der inneren Welt gemeinsam. Erst durch Kontemplation hält der Geist inne und betrachtet die systematisierte, […]
Seit einigen Wochen lebe ich mit einer neurotischen Hündin zusammen. Sie bellte sehr viel, solange sie mich noch als Fremden wahrnahm. Sie hielt Abstand, war verängstigt. Nach einigen Wochen hat sie mich akzeptiert, nähert sich und will gestreichelt werden. Nun liegt sie vor meiner Tür und hält Wache; sie beschützt mich. Was ist passiert? Ich […]
Gestern habe ich während einer Paneldiskussion auf der India Art Fair jemanden Platon zitieren hören. Sie sagte, Platon sagte, Kunst sei die Reflexion der Reflexion des Realen. Ob das in dieser Verkürzung so stimmt, sei mal dahingestellt. Es ist ein interessanter Gedanke. Was ist das Reale, was eine Reflexion, was Kunst? Für Platon gibt es […]
Gestern hatte ich ein langes Gespräch über den Ursprung des Denkens. Was kommt zuerst, die Worte oder die Gedanken. Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Formen des Denkens. Ein visuelles, musikalisches, analytisches, synthetisches, performatives Denken etc… Es gibt ein Denken auf der Ebene der Intuition, es gibt ein Denken in der Erinnerung, es gibt die Vision […]
Das Wort „werden“ im Deutschen hat eine kausale Bedeutung, während „becoming“ im Englischen für die Entwicklung eines Prozesses steht. Unterschiede erkennen ist wichtig, besonders im postmodernen Denken. Gilles Deleuze beschreibt, wie Empfindungen in einer Reflexion vereint werden, ähnlich einem fernen Licht. In der Welt des „werdens“ geht es um Bewusstsein, Sinneseindrücke und Veränderung.