{"id":807,"date":"2022-10-01T01:47:18","date_gmt":"2022-10-01T01:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/?p=807"},"modified":"2025-08-10T15:30:11","modified_gmt":"2025-08-10T10:00:11","slug":"meditation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/meditation\/","title":{"rendered":"Meditation"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Ich habe mich immer gegen das Wort Mediation gewehrt. Vieles daran war mir suspekt. Ich habe aber zugleich seit jeher meine Formen der Meditation praktiziert, ohne diese so genannt zu haben, oder ohne sie gelernt zu haben.<\/p>\r\n<p>F\u00fcr mich geh\u00f6ren in den Bereich der Mediation: a.) die Kontemplation, d. h. das Versinken in einen Gedanken und das gezielte Nachsp\u00fcren von Gedankenimpulsen zu einem Thema, ein Umkreisen, bis das mentale Bild klarer wird und vor dem inneren Auge erscheint. b.) auf den eigenen Atem zu achten. Dabei wird der eigene K\u00f6rper bewusst. D. h., durch das bewusste Ein- und Ausatmen richtet sich auch der K\u00f6rper auf, die Wirbels\u00e4ule wird entlastet und die eigene physische Existenz wird bewusst. Mit diesem Existenzbewusstsein lassen sich dann neue Bewusstseinsebenen erschlie\u00dfen. c.) in der transzendentalen Meditation verbindet sich das Selbst mit dem allgemeinen Bewusstsein und kann nun nahezu beliebige Formen annehmen. Spannend ist in dem Zusammenhang der Begriff des Werdens. Das Selbst kann nun ganz in einem anderen aufgehen. Z. B. kann sich das Selbst \u00f6ffnen oder es kann sich gedanklich in einen anderen Raum oder in eine andere Zeit versetzen. Die Gedanken sind frei. Dies sind Meditationsformen, die ich in der Regel eine halbe Stunde praktiziere.<\/p>\r\n<p>Bei l\u00e4ngeren Meditationen im Lotussitz von bis zu 1,5 Stunden passieren dann noch einmal ganz andere Dinge. Das hat auch etwas mit dem Schmerz zu tun, den die Sitzhaltung mit sich bringt. Ich sitze quasi durch den Schmerz hindurch. Das f\u00fchrt zu einer Art Trance. Diese Grenzerfahrung \u00fcberschreitet die Trennung von Selbst und Welt, in ihr finde ich eine Realit\u00e4t, wo alles im Einklang ist.<\/p>\r\n<h2>Indien<\/h2>\r\n<p>In Indien habe ich das Gef\u00fchl, dies aufschreiben zu k\u00f6nnen, ohne wie ein Tr\u00e4umer zu klingen. Es f\u00fchlt sich nat\u00fcrlich an, dies zu tun und auch dar\u00fcber zu sprechen. Vielleicht hat meine Sehnsucht nach Indien auch damit etwas zu tun. Ich habe das Gef\u00fchl, hier meinem Bewusstsein Raum geben zu k\u00f6nnen, ohne mich rechtfertigen zu m\u00fcssen. Diese Erfahrungen d\u00fcrfen einfach sein und m\u00fcssen sich nicht dem Reduktionszwang einer materialistischen Philosophie gegen\u00fcber beweisen. Vielmehr erlaubt mir das Sein hier, das Bewusstsein \u00fcberhaupt erst zu erkunden und von diesen Erfahrungen aus die Zw\u00e4nge der Dreifaltigkeit, des Kapitals und der Neurobiologie \u00fcberhaupt erst als solche zu verstehen.<\/p>\r\n<p>Ich bin keine Maschine und m\u00f6chte auch nicht als solche verstanden werden.<\/p>\r\n<p>Eine sch\u00f6ne Beschreibung dessen, was Meditation sein kann, findet sich in den <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Shvetashvatara_Upanishad\">Shvetashvatara Upanischaden<\/a> 2. Kapitel. in: <span id=\"productTitle\" class=\"a-size-extra-large\">&#8222;Die Upanischaden. Eingeleitet und \u00fcbersetzt von Eknath Easwaran&#8220; <\/span><b>ISBN-10<\/b>: 3-442-21826-8\u00a0 S.294f.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mich immer gegen das Wort Mediation gewehrt. Vieles daran war mir suspekt. 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