{"id":1465,"date":"2022-08-14T10:18:09","date_gmt":"2022-08-14T10:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/?p=1465"},"modified":"2025-08-10T15:04:43","modified_gmt":"2025-08-10T09:34:43","slug":"heimat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/heimat\/","title":{"rendered":"Heimat"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe im letzten Jahr an einem Zen-Meditationskreis teilgenommen. Weniger, weil ich mich als Zen-Buddhist verstehe, sondern weil ich die stille Gemeinschaft gesucht habe, um meiner Praxis nachzugehen. W\u00e4hrend des Dokusan habe ich mich darauf eingelassen, meinen Fragen aktiv nachzusp\u00fcren. Ich habe viel aufgegeben und hinter mir gelassen. Das war \u00fcberraschend leicht. Der &#8218;Lehrer&#8216; machte mich darauf aufmerksam, dass die Heimatlosigkeit, die ich praktisch aktiv einleite, auch ein spiritueller Zustand sei. Das war befreiend.<\/p>\n<p>Anstatt sein Selbst an eine Identit\u00e4t zu binden, das in gesellschaftlichen Strukturen eingebunden ist, f\u00fchrt mich meine philosophische und spirituelle Reise zu einem Bewusstsein, das sich versucht aus dieser Illusion zu befreien. Heimat hat in diesem Kontext keinen, oder wenn doch, einen ganz anderen Sinn &#8211; Leben im Einklang. Dieser Einklang ist beliebig komplex und co-pr\u00e4sent. Ein physischer Referenzpunkt f\u00fcr den K\u00f6rper ist keine Heimat &#8211; das soziale, kulturelle, politische, spirituelle vielleicht schon eher. Doch auch hier ist der Bezugspunkt im Buddhismus oder Hinduismus ein anderer. Kern ist es sich selbst als Teil einer Vielfalt und immanenten Einheit zu verstehen, dies widerspricht dem Konzept einer Heimat.<\/p>\n<p>Heimatlos zu sein, ist ein spiritueller Zustand. Er ist nicht negativ, sondern Ziel. Ich habe mich schon immer heimatlos gef\u00fchlt, habe immer Schwierigkeiten gehabt mit dem Konzept des Selbst. Ich war immer auf der Suche nach einer Antwort, die nicht in einer Verortung gr\u00fcndet, sondern in einer Erkenntnis. Diese Erkenntnis ist jenseits des Verstandes, sie ist intuitiv und in ihrer \u00dcberwindung. Sri Aurobindo schrieb viel \u00fcber das Feuer. Seine Flamme ist Licht, es transformiert. Seine Energie: zerst\u00f6rerisch, spendend, universell, mystisch und spirituell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe im letzten Jahr an einem Zen-Meditationskreis teilgenommen. Weniger, weil ich mich als Zen-Buddhist verstehe, sondern weil ich die stille Gemeinschaft gesucht habe, um meiner Praxis nachzugehen. W\u00e4hrend des Dokusan habe ich mich darauf eingelassen, meinen Fragen aktiv nachzusp\u00fcren. Ich habe viel aufgegeben und hinter mir gelassen. Das war \u00fcberraschend leicht. Der &#8218;Lehrer&#8216; machte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":777,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"categories":[2],"tags":[144,145,35,16,44,135],"class_list":["post-1465","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bewusstsein","tag-dokusan","tag-feuer","tag-ich","tag-identitaet","tag-leben","tag-selbst"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1465"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5148,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1465\/revisions\/5148"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/readingdeleuzeinindia.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}