bhagavad gita – New Spirits – Reading Deleuze in India https://readingdeleuzeinindia.org/de Bewusstsein existiert nur in Verbindung mit anderem Bewusstsein Sun, 10 Aug 2025 09:49:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://readingdeleuzeinindia.org/wp-content/uploads/2022/06/cropped-small_IMG_6014-32x32.jpeg bhagavad gita – New Spirits – Reading Deleuze in India https://readingdeleuzeinindia.org/de 32 32 Packen https://readingdeleuzeinindia.org/de/packen/ https://readingdeleuzeinindia.org/de/packen/#respond Mon, 19 Sep 2022 12:18:31 +0000 https://readingdeleuzeinindia.org/?p=1887

Was soll ich nach Indien mitnehmen? Ich möchte ein anderes Leben leben, in einer anderen Gesellschaft, mit anderen Vorstellungen und Zielen. Es ist warm dort, das Leben wird einfach sein. Außer den Basics wie ein paar Kleidungsstücken brauche ich meine technischen Geräte wie Laptop, Handy, Kamera. Und sonst? Eine gute Taschenlampe, denn die Feldwege dort […]]]>

Was soll ich nach Indien mitnehmen? Ich möchte ein anderes Leben leben, in einer anderen Gesellschaft, mit anderen Vorstellungen und Zielen. Es ist warm dort, das Leben wird einfach sein. Außer den Basics wie ein paar Kleidungsstücken brauche ich meine technischen Geräte wie Laptop, Handy, Kamera. Und sonst? Eine gute Taschenlampe, denn die Feldwege dort sind nicht beleuchtet. Und Bücher… Es wird auch dort eine Reihe von Bibliotheken geben. Zum ‚Vergnügen‘ habe ich ja seit sehr langer Zeit nicht mehr gelesen. Im Grundstudium habe ich viele Romane des 19. Jahrhunderts gelesen: Brontë, Flaubert, Tolstoi, Dostojewski, Balzac, Gontscharow… In der Oberschule waren es die antiken Dramen von Sophokles oder Klassiker wie Shakespeare, aber auch Hesse. Theaterstücke habe ich gerne gelesen, das war intensiv, schnell, anregend.

Seitdem ich das Internet nutze, und das tue ich seit dem Anfang des Netscape-Browsers, hat sich mein Lesen verändert. Ich lese weniger linear, springe mehr, lese vieles gleichzeitig. Ich fühle mich daher manchmal schwindelig, und brauche Bücher als Anker. Die Bücher, die mich begleiten, sind immer Bücher, die theoretisch stark verdichtet sind. Ich lese sie auch nur sehr langsam, meist nur ein paar Seiten, dann habe ich wieder viel zum Nachdenken. Ich verstehe nicht, wie Menschen komplexe Bücher verschlingen.  Bücher, die mich interessieren, stellen einen ganzen Gedankenkosmos dar. Ein solcher Kosmos ist schwierig zu erfassen. Es ist ein wenig mit dem Reisen. Manche Menschen wollen alles sehen, überall gewesen sein, sie sammeln Geschichten und Fotos, und sind doch nicht wirklich da gewesen.  Andere Länder, Kulturen, Sprachen brauchen doch Zeit. Man muss sich dem langsam nähern, auf eine Einladung warten, höflich sein und respektvoll.

Wahrscheinlich ist auch hier wieder die Konsumhaltung leitend. Mit ihr hängt eine kapitalistische Verwertung zusammen, die scheinbar der Selbstdarstellung dient und soziale Punkte bringt. Mir war das immer suspekt. Klar, ich lasse mich auch gerne unterhalten, konsumiere Medien, weil es Spaß macht, ablenkt oder einfach große Gefühle erzeugt. Aber diese Ablenkung ist für mich nicht nachhaltig. Ich merke mir keine Filme oder Bücher oder Orte etc… Mich interessiert, wie etwas mein Denken verändert hat. Wie ich etwas anderes geworden bin. Begegnungen mit Büchern und Orten lösen eine Veränderung aus, ich bin nach einer echten Begegnung ein anderer Mensch, oder ein anderes Tier, oder ein anderes Werk, je nachdem, wer sich wie wahrnehmen möchte…

24 Bücher, eine Verschränkung, ein Experiment. Eine künstliche Gegenüberstellung. Wie hätte ein Dialog zwischen Deleuze und Aurobindo ausgesehen? Hätten sie sich etwas zu sagen gehabt?

 

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Geschützt: Soulmate https://readingdeleuzeinindia.org/de/soulmate/ https://readingdeleuzeinindia.org/de/soulmate/#respond Mon, 29 Aug 2022 16:45:03 +0000 https://readingdeleuzeinindia.org/?p=1812

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Marx https://readingdeleuzeinindia.org/de/marx/ https://readingdeleuzeinindia.org/de/marx/#respond Fri, 05 Aug 2022 17:16:32 +0000 https://readingdeleuzeinindia.org/?p=1269

Über so viele Jahre habe ich über Marx nachgedacht. Wer hat das nicht? Die Idee einer gleichen und solidarischen Gemeinschaft, frei von ideologischem Überbau, oder irrationalen Irrlichtern. Eine Welt, die nur die Materie kennt, und in dieser eine wissenschaftliche, fortschrittliche Bewegung sieht. Ihr Ziel? Eine Welt, in der die Menschheit vollkommen ist, d. h. harmonisch, […]]]>

Über so viele Jahre habe ich über Marx nachgedacht. Wer hat das nicht? Die Idee einer gleichen und solidarischen Gemeinschaft, frei von ideologischem Überbau, oder irrationalen Irrlichtern. Eine Welt, die nur die Materie kennt, und in dieser eine wissenschaftliche, fortschrittliche Bewegung sieht. Ihr Ziel? Eine Welt, in der die Menschheit vollkommen ist, d. h. harmonisch, ohne Neid und Missgunst, solidarisch und gleichberechtigt, ohne Entfremdung und Fremdbestimmung, die alleine die Entfaltung des Individuums innerhalb eines Kollektives ermöglicht.

Dieser Traum einer besseren Zukunft, die zwangsläufig, dem Lauf der Geschichte folgend, notwendig erreicht werden wird – wenngleich in der Zukunft – ermutigt zum Kampf und zur Revolution, aber für andere auch zur Gelassenheit: Was lässt sich schon der Geschichte in den Weg stellen?

Das Bewusstsein ist durch die Materie bestimmt, so Marx. Die Welt als Wille und Vorstellung dagegen bei Schopenhauer und auch schon bei Kant, letztlich… Wieso soll die Welt entweder aus meiner Vorstellung entspringen oder, gar nichts mit mir zu tun haben? Was stimmt da nicht?

Die Entfaltung des Geistes – auf Hegel aufbauend – warum so klein gedacht? Im Sinne der Aufklärung ging es darum, eine Weltsicht zu begründen, die rein der Wissenschaft folgt. Das schützt vor Scharlatanen, Ideologien, Magiern, Verführern, Kriegern und anderen Blendern.

Wir haben den Geist verjagt und ihn ersetzt, durch Geld, Erfolg, Macht. Die Weisheiten der Bhagavad Gita, der Bergpredigt, der Schamanen und Seher zum Beispiel, finden sich nicht mehr in unserer kulturellen Identität. Sie wurden als Überbau deklassiert. Das Intersubjektive, der Anker des eigenen Bewusstseins in einem anderen Bewusstsein, führt auf den Pfad der Meditation. Die Empathie zeigt uns nicht nur, dass wir nicht nur nicht alleine sind, sondern Teil haben an etwas, das über uns hinausgeht.

Die Farbe auf einer Leinwand, sie bedeutet mehr als nur das. Sie lässt uns, wie bei Jackson Pollock’s letztem Bild, einblicken in den Anfang. Im Betrachten entsteht Heterogenität.

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